Saturday, 13. september 2008
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18:39
Also, das Leben ist ja eigentlich ganz einfach. Man muss es nur verstehen oder sich erklären
lassen. Die Sendung mit der Maus zum Beispiel ist sehr hilfreich.
Dachte ich doch früher, als ich noch Raucher und Mitverantworlicher für den Klimawandel und den Haarausfall der arktischen Königspinguine war, für jedes Streichhölzchen müsse ein Baum sein Leben
lassen.
Stimmt gar nicht.
Dachte ich doch glatt, dass meine Kopfschmerzen, als ich nach einer Betriebsfeier im Bett der Sekretärin vom Chef aufgewacht bin, vom Alkohol herrührten.
Stimmt auch nicht.
Dachte ich doch: ein Tag ohne Besuch des "schickes-Halfter-tolles-Pferd-willst-Du-mal-ein-Bild-sehen-schau-mal-in-meiner-Freakshow-vorbei" Plumpformums würde meinen Altersprozess exorbitant
beschleunigen.
Stimmt schon mal gar nicht.
1968, als so ein bißchen Revolution statt fand, wollte ich gerne mit machen. War aber noch zu jung und durfte nur belegte Brötchen an die Barrikaden schleppen.
Stimmt nicht wirklich. Aber liest sich doch lustig, oder?
Ein bißchen Revolution findet ja gerade statt - ein Grüppchen vorbestrafter Forulanten (Kampfname: Pferdeäppelwerfer) und eine wachsende Schaar von Sympathisanten wollen dem Giganten gegenwindig
ins Gesicht pupsen.
Also, wenn das kein Grund ist für
* Schlafenzug
* Augenringe
* verquollene Augen
* auf Duschen verzichten.
Ach, das macht Spaß
Völker dieser Welt - schaut auf unsere Blogs!
(Mobs haben Hausverbot - Feiglinge werden nicht geduldet.)
von Möhrchenman
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Saturday, 13. september 2008
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18:00
Hurra, hurra, der Sonntag ist da!
Ich mag Sonntage nicht – die machen mich immer depressiv. Deswegen ist Sonntag bei mir auch immer „Schlampentag“. Da rasiere ich mich nicht, dusche nicht, stinke vor mich hin und renne in meiner
Schlampenhose rum. Nur, wenn irgendwo in der Nähe ein Reitertag mit Bratwurststand ist, mache ich mich hübsch.
Und weil Sonntag so ein doofer Tag ist, habe ich den jetzt zu meinem „ich-schreib-mal-wieder-was-in-meine-Quieckshow“ Schlampentag gemacht.
Sehr geholfen bei meiner Entscheidungsfindung haben mir Cindy & Bert. Die von Euch, die jenseits der 70 sind werden sich an deren Knallerschenkelklopferhit „Immer wieder Sonntags, kommt die
Erinnerung…trallallala“ erinnern. Ja, damals wurde noch richtig anspruchsvolle Musik gemacht ! Ab sofort ist das meine Hymne.
Aber zurück zum Thema, wir sind ja nicht zum Spaß hier sondern weil ich Euch teilhaben lassen möchte an meiner grandiosen Entwicklung von einem unbedarften Reitanfänger, der glatt beim ersten
Aufsitzen rechts wieder runtergekegelt ist bis zum erfahrenen Reitersmann, der gerade für seinen ersten Führzügelwettbewerb trainiert.
Viele Menschen in meinem Alter leben ja in der Erinnerung. Jedenfalls so weit sie sich erinnern können. An manche Erinnerungen hat sich ja schon der gütige Mantel des Vergessens gelegt.
Da ich auch schon über 30 bin sollte ich mich jetzt aber kurz fassen und zur Sache kommen.
Meine Quiekshow ist rückwärtsgerichtet – mir fällt kein besserer Begriff ein. Immerhin, ein Fachbegriff aus dem Pferdesport. Soll heißen, ich erzähle, was ich in den letzten Jahren erlebt habe, um
dann irgendwann mal an dem Punkt zu landen um tagesaktuell berichten zu können.
Zur Zeit habe ich noch „Schonzeit“. Wegen S42.02RZ. Uns wer hat mir das eingebrockt? Gustav !
Darüber berichte ich dann am nächsten Schlampentag. Für die ganz Neugierigen gibt’s schon mal Bildchen:
Gustav:
Und was er mir angetan hat:
Und Pferde sind sowieso immer an allem Schuld!
Hier erstmal der vorläufige Turnier- und Zeitplan meiner Quiekshow:
Enzo – gaaaanz großes Thema. Dauerthema!
Püppi – eigentlich Amanda – großes Thema
Janosch – größeres Thema
Zesar – ziemlich großes Thema mit hohem Aua-Faktor
Dulcinea – großes Thema, leider auch mit hohem Trauerfaktor.
Nova – boah! Was für ein Pferd – von der könnte ich hundert Seiten lang schreiben !
Benno – Ein Pony! Hammer! Mein erster Galopp im Gelände. Und der geht zum äppeln in den Wald !! Extremster Knuddelfaktor.
Dann gilt es noch zu berichten in kleinerem, aber spannenden Rahmen von Morisco, Dakota und Miss Sophie. Möhrchenman, der englische FNler versucht sich im Westernstyle. Aber geil wars!
Es hat auch seine Vorteile, kein eigenes Pferd zu haben um dann sich immer auf fremde, unbekannte Pferden zu setzen. Hat einen hohen Spannungsfaktor ;)
von Möhrchenman
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Saturday, 13. september 2008
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17:55
Heute ist Freitag und es regnet in Strömen.
Freitag ist mein Lieblingstag und Regen finde ich toll – jedenfalls, wenn ich mit dem Hintern im Trockenen sitze.
Also, ein idealer Moment um meine Freakshow zu beleben.
Ich bin die ganze letzte Nacht im Bett auf- und ab gegangen und habe über die drei „W“ nachgedacht:
- warum ?
- weshalb ?
- womit ?
Auf das erste W – warum - habe ich schnell eine Antwort gefunden. Ich habe meinen Freund Steven Spielberg angerufen und ihm von meiner geplanten Freakshow erzählt und dass ich Probleme mit
den drei doubleyous hätte.
“You have to feed your fans!“ meinte Steven. Für die von Euch, die nicht so gut englisch sprechen wie ich, übersetze ich mal: „Du musst Deine Hupen füttern“. Verstehe ich zwar nicht, aber wenn
Steven das sagt wird’s schon stimmen.
zum zweiten W: weshalb ?
Eine existentialistische Frage. Wenn so kluge Köpfe wie Sartre und Camus darauf schon keine Antwort gefunden haben muss ich mir auch nicht den Kopf zerbrechen – und wenn ich mir so andere
Freakshows angucke frage ich mich warum ich mich das frage und kann gleich übergehen
zum dritten W – womit ?
und damit sind wir bei meiner Problemzone angelangt. Also, der schöpferischen – die anderen Problemzonen gehen Euch nix an ! ( Djarfur: unterliegst Du als Reithosenfachverkäuferin der
Schweigepflicht ? Wenn nicht, kauf ich meine neue Hose bei Krämer !)
Ich habe kein eigenes Pferd, keinen Hund, keine Katze oder Hasen, keinen Hamster -
NIX hab ich !
Womit bitte soll ich meine Freakshow füttern wenn nicht mit „mein Pferd beim toben“, „mein Pferd beim fressen“, „mein Pferd im Winter, Sommer, Herbst“…
Mit Bilder von neuen, pink-, neon- oder mintfarbenen Schabracken oder Bandagen, die ich gerade auf irgendeiner Ausstellung gekauft habe, kann ich auch nicht dienen.
Ich habe null Ahnung von den aktuellen Trends. Hätte ich ein Pferd, würde das wohl immer noch mit der alten, zwar unhübschen, aber praktischen hellschwarzen Schabracke rumlaufen. Und weil die so
schön nach ihm riecht und nicht nach Chemie würde er (das Pferd) die lieben.
So, das muss jetzt erstmal reichen. Jetzt habe ich Hunger. Später überlege ich mir dann, wie ich meine Freakshow dramaturgisch ansprechend gestalten kann. Vielleicht sollte ich Steven noch mal
anrufen – der hat immer so tolle Tipps
Tschüss aus Berlin
von Möhrchenman
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Friday, 12. september 2008
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16:59
......sing nicht ihre
Lieder!
Ach, der gute Degenhardt.
Vor über 40 Jahren hat er dieses erkenntnisreiche Lied geschrieben.
Ich glaube, die Mobs der bekannten Plattform (sic!) sind verpflichtet, sich dieses Lied täglich fünfmal anzuhören, um erspähte Feindbilder in vorgestanzte Templates zu sortieren.
Was mich allerdings erschreckt ist, dass in der Plattformführung und/oder unter den Moderatoren der Begriff "Sippenhaft" omnipräsent ist. Dachte, diese grauen Zeiten sind vorbei.
Nun, ich bin ja von meinen Schmuddelkindern stets gewarnt worden. Aber in meinem jugendlichen Alter ist man ja doch etwas naiv und denkt sich: "Ich doch nicht! Die Anderen - klar. Die sind ja auch
böse!"
Außerdem war ich doch der "Forums-Sonnenschein"! *gg* (Tina, für diese Bemerkung bekommst Du 2 Beutel Wattebäuschchen von mir).
Mein schwindendes Vertrauen in die Gauleitung der platten Form hat mich dann aber doch veranlaßt, meine Quiekshow zu sichern und gestern noch rechtzeitig eine SOS-Meldung abzusetzen. Falls man sich
überraschend am nächsten Tag nicht mehr trifft.
Das war wohl zuviel und einer der Mobs hat den Buzzer gedrückt.
Nun bin ich auch draußen.
Jetzt spiele ich mit meinen Schmuddelkindern - und wir spielen gut! Fair, offen, wehrhaft und ehrlich.
Und Degenhardt hören wir nicht mehr: aber die Signale, die platte Mobs vernehmen sollten.
Tschüss bis jetzt
von Möhrchenman
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Friday, 12. september 2008
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03:11
.... es wird. Noch wird gebastelt. Am Sonntag ist
Richtfest.
von Möhrchenman
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